Am Samstag gehts gegen den HSV – und alte Gefühle

Am kommenden Samstag ist es endlich so weit. Das Spiel gegen den HSV steht an. Ich muss zugeben, darauf freue ich mich schon seit Anfang der Saison. Wer mich kennt, weiß auch woran das liegt. Sicher, es wird unter Garantie ein sportlich sehr interessantes Spiel. Beide Mannschaften wollen gewinnen – für uns geht es darum auf dem zweiten Platz zu überwintern, Hamburg kann mit etwas Glück auf den fünften Tabellenplatz springen, aber das alleine hat wenig mit meiner Vorfreude zu tun.

Ich muss gestehen: ich bin ein kleines (na gut sehr großes) René Adler Fangirl. Dass er den Verein verlassen hat, war für mich wirklich tragisch, auch wenn ich weiß, dass Bernd Leno ein topp Torhüter ist und Hamburg René gut tut – da fällt es mir schwer rational zu sein. Ich hatte schon immer eine Vorliebe für Torhüter aber René Adler hat mir immer besonders imponiert und spielte dazu noch im für mich richtigen Verein. Sein Ehrgeiz in Kombination mit der Ruhe die er zwischen den Pfosten ausstrahlt… Eine tolle Kombi. Die Optik ist da nur ein zusätzliches Plus.

Die Liste der Verletzten ist nicht grade kurz

Aber genug geschwärmt, ich schätze, sonst holt Klaus die Keule raus und ich kriege einen verbraten. Versuchen wir uns also auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wir müssen auf Bellarabi, Sam (der einst für den HSV auflief), Schwaab und Kadlec verzichten, die alle verletzungsbedingt pausieren. Ebenfalls nicht auflaufen werden sicher Carvajal und Reinartz, die dank einer Gelbsperre auf der Tribüne sitzen werden. In Hamburg gibt es zur Zeit keinen Spieler, der gesperrt ist. Dafür ist die Liste der Invaliden um so länger. Der HSV muss auf Rajkovic, Jirácek, Kacar, Jansen, Nörgaard, Beister und vor allem den Retter van der Vaart verzichten.

Dennoch, die Statistik spricht für ein spannendes Spiel. In 33 Begegnungen zu Hause, gewannen wir 13, des HSV 12 mal. Nimmt man die Auswärtsbilanz noch hinzu, so ist es deutlich bitterer, denn dann ständen in Summe 25 Siege der Hamburger gegen 22 der Werkself. Alleine die letzten drei Begegnungen endeten mit einem Unentschieden. Im Jahr davor gewann Leverkusen beide Spiele. Da die Statistik aber nicht entscheidend ist, werde ich die restlichen Fakten wieder brav im Keller verstauen.

Worauf es wirklich ankommt, ist was die Jungs auf dem Feld leisten. Leider fehlt uns mit Carvajal ein sehr starkes Standbein – zumindest für mich der herbste und vor allem unnötigste Verlust. Dennoch denke ich, dass unsere Jungs das schaffen können. Sie haben in den letzten Spielen sehr eindrucksvoll gezeigt, wie sie als Mannschaft zusammen gewachsen sind und wie gut sie sich gemeinsam in ein Spiel einfühlen können. Zudem vertraue ich unserem Trainerteam. Auch da gefällt mir die Entwicklung der letzten Wochen sehr gut – im Besonderen der langsam aufkeimende Mut zum offensiven Spiel. Ich verspreche mir eine spannende Partie und ich hoffe und denke, dass wir den Spieltag mit drei Punkten krönen können – wenn alle ihren Job machen.

Abschließend bleibt mir nicht sonderlich viel zu sagen. Ich könnte euch noch jede von Renés Aufwärmübungen beschreiben, aber ich denke das sprengt den Rahmen. Dennoch ein kleiner Tipp für alle, die die Möglichkeit haben hinter dem Tor zu sitzen: kommt rechtzeitig. Ein Blick auf Renés Rückansicht beim Aufwärmen ist legendär. In diesem Sinne: gehabt euch wohl und bis zum nächsten Mal.

„Hallo Cathy, dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen. Statistiken sind für mich in den meisten Fällen nur  Buchstabengebilde, die vorhandene freie Plätze auf Zeitungsseiten mehr oder weniger bedeutsam füllen. Am Ende geht es doch immer nur darum, welche Mannschaft mindestens ein Tor mehr geschossen hat, als die andere. Das wird am Samstag mit Sicherheit unsere WERKSELF sein – wenn auch knapp. Ich gehe von einem 2-1 Erfolg der Schwarz-roten gegen eine starke Truppe aus Hamburg aus. Dazu benötigen wir den vollen Support unserer Fans, den wir haben werden. Ich sehe die Mannschaft und das Trainerteam genauso positiv wie du und bin jetzt schon mehr als zufrieden mit dem Fußball am Ende des Jahres 2012. Ich freue mich auf das Spiel (auch auf René – ja) und natürlich auf das Wiedersehen mit meiner Blogpartnerin!“

Schwarz-rote Grüße

Klaus