Der DFB-Pokal hat keine eigenen Gesetze!

Stimmt auffallend: Der DFB-Pokal hat keine eigenen Gesetze! Wer nicht mindestens ein Tor mehr als der Gegner erzielt ist raus – so oder so! Zum Last-Minute-Aus in Wolfsburg gibt es – rein sportlich – aus meiner Sicht auch nicht so viel zu sagen. Ich habe das Spiel mit meinem Kumpel Matthes geschaut, der ja in seiner kölschen Betrachtungsweise die reine Fußball-Lehre immer sehr trocken interpretiert: „Dat hätt nit sinn müssen!“

Genau – auf den Punkt gebracht. Das habe ich mir nach der ersten Enttäuschung auch gesagt: „Hätte es nicht, ist aber so“. Weil wir es leider nicht geschafft haben, die Leverkusen/Wolfsburger Führung durch Boenisch/Fagner rechtzeitig mit dem einen oder anderen Tor auszubauen. Ein zweiter Treffer der WERKSELF wäre mit Sicherheit der Schlüssel für das Tor zum Viertelfinale gewesen.

Aber es ist nun mal nicht jedes Spiel ein Fußball-Feuerwerk, nicht jedes Mal können und dürfen wir eine Demonstration taktischer und spielerischer Überlegenheit erwarten. Im Wolfsburg hat am Ende die Mannschaft gewonnen, die die Fehler des Gegners entscheidend für sich genutzt hat. Das Spiel sah über 90 Minuten keine Mannschaft, die aufgrund zwingender Chancen nur auf den nächsten Treffer ins gegnerische Tor warten musste.

Ein Eigentor der Wolfsburger, eine insgesamt schlampig gelöste Situation im Strafraum der WERKSELF – das 1-1 war ein logisches Ergebnis der Pokaltagesform beider Teams und irgendwie haben nur noch auf den Abpfiff und auf die nächsten 30 Minuten Spielzeit gewartet. Warum wir unser kaltgestelltes Verlängerungskölsch bis auf Weiteres dem Kühlschrank überlassen haben?

Unsere Jungs haben es leider nicht geschafft, den zweiten Treffer nachzulegen, als sich die Wölfe noch kollektiv Gedanken über die Entstehung des 0-1 machten. Nein – im Gegenteil! Es waren die Wolfsburger, die immer mal wieder eine Art von Gefahr im Bayer-Strafraum produzierten. Allerdings stand ja Leverkusens Bester im Tor – Bernd Leno zeigte in diversen Situationen, was wir da für einen klasse Jungen zwischen den Pfosten stehen haben. Die Tore konnte er beim besten Willen nicht verhindern und sein Team wirkte gerade in der zweiten Hälfte wenig angriffslustig. Vom schnellen Umschalten nach erzwungener Balleroberung mit unmittelbarem Stürmereinsatz, wie vor allem gegen den HSV perfekt praktiziert, war wenig bis nichts zu sehen. Und so mussten Strafraum- und Stürmerszenen zwangsläufig in die Kategorie „Mangelware“ eingeordnet werden.

Die Gegentore waren, wie schon in Hannover, die Folge individueller Missgeschicke. Sie einzelnen Spielern vorzuwerfen, die in den Wochen zuvor mit Klasseleistungen für den zweiten Platz sorgten, halte ich für bedenklich. Natürlich war Ömers Aktion unglücklich – und das kann er sicher besser. Aber ohne den unnötigen Ballverlust bei der eigenen Offensivaktion zuvor, wäre es dazu gar nicht erst gekommen.

Wer gemeinsam mit dem Team die Siege feiert, der muss auch mit der Mannschaft die Niederlagen ertragen. Und ja – ich verstehe jede Enttäuschung über das Pokal-Aus. Auch ich hätte gerne mal wieder ein Pokalheimspiel erlebt, oder eine emotionale Partie mit unseren Freunden aus Offenbach. Was mir aber definitiv nicht in den Sinn kommt: Der pokaltechnisch missglückte Jahresabschluss reduziert meine Freude über die Hinrunde und den Stolz auf unsere WERKSELF um genau null Prozent.

Auf nach Lissabon

Seit dem frühen Nachmittag wissen unsere Fans jetzt auch, dass es am 21. Februar ins schöne Lissabon geht – sicher eine lohnenswerte Tour nach Portugal, touristisch in jedem Fall. Mit den sportlichen Aussichten der WERKSELF im Europapokal werden wir uns hier im Blog befassen, wenn es soweit ist. Fest steht: Im Hinspiel gegen Benfica, am 14. Februar in der BayArena,  muss die Grundlage für das Achtelfinale gelegt werden. Dort würde der Sieger des Duells Dynamo Kiew gegen Girondins Bordeaux auf die Schwarz-roten warten.

Alles Weitere zu unseren Gedanken, Meinungen, Rückblicken und Ausblicken lest ihr in Kürze in unseren ganz persönlichen WERKSELF-Bilanzen 2012 (Cathy macht nächste Woche den Anfang)!

Ich wünsche euch eine wunderschöne Weihnachtszeit und einen tollen Start in das neue Jahr!

Schwarz-rote Grüße
Klaus

Hannover: Schon mal „Danke WERKSELF!“

Ein Dankeschön nach einer Niederlage?

Warum nicht?

Ich habe vor der Mattscheibe gesehen, wie eine Mannschaft den nächsten Schritt Richtung „Klasseteam“ gegangen ist! Ein Team, das kämpft, das alles versucht – und das am Ende verloren hat, weil Spieler Fehler machen. Und wer Fehler macht, ist normal. Wenn wir keine Fehler mehr machen, sind wir Maschinen ohne Emotionen, ohne Leidenschaft.

Unsere Schwarz-roten sind einen Spieltag vor dem Ende der Hinrunde Zweiter – mit großartigen Perspektiven für die Rückrunde. „Wintervizekusen“ – den Titel sichern wir uns mit Stolz am Samstag – der Sieg gegen den HSV steht für mich fest! Glänzende Aussichten an Wupper, Dhünn und Rhein! Und ich gestehe: Das habe ich im Sommer 2012 nicht erwartet.

Also machen wir es kurz: Danke WERKSELF (danke an die Fans, die wissen, wem wir danken)  für euer Engagement, eure Leidenschaft und euren Einsatz. Nach dem Spiel gegen die Nordlichter aus HH werden wir uns sicher einem ausführlichen Rückblick dieser Hinrunde widmen. Ob es da immer nur um unsere kickende WERKSELF geht? Mal sehen!

Für den Start unseres Blogs haben Cathy und ich bewusst den heutigen Abend gewählt – eine Niederlage in Hannover, kurz vor dem Jahresabschluss gegen den HSV in der BayArena.

Wir hoffen, euch in Zukunft hier mit kleinen Einblicken in unser Fußballherz mitnehmen zu können – oder Cathy? CATHY!

„Ja, bin ja schon da. Konnte das Spiel heute nicht sehen, aber per Twitter war ich immer dabei. Die Tendenz hier – ganz klar:  Endlich ein Team auf dem Rasen! Eine Mannschaft, die zusammen spielt und die Hannover kein leichtes Spiel gemacht hat. Ich bin stolz auf unsere Jungs und freue mich auf die kommenden Begegnungen, denn dieser Truppe zuzuschauen, das macht Spaß!“

Ja, das sehe ich auch so – und ein Blick in die Timelines und Newsfeeds bei Facebook, Twitter und Co. zeigt: so denken die meisten in schwarz-rot (von einigen wenigen – ewigen – mal abgesehen). Dass wir mit dem Resultat nicht zufrieden sind und alle, einschließlich unserer Spieler, auch Enttäuschung über die verpasste Chance mit Blick auf Dortmund äußern – das ist völlig normal.

Apropos Spieler – hier ein paar Facebook-Posts.

Kies: „Das war heute mal richtig unnötig. Kommt gut nach Hause die in Hannover waren und allen einen schönen Abend. Ach und einen schönen 2. Advent.“

Bernd: „Hallo zusammen. War das heute eine bittere Niederlage! Wir hätten in Hannover Big Points holen können, aber so ist Fussball nun mal. Nächsten Samstag geht’s gegen Hamburg weiter. Euch allen trotzdem noch einen schönen Abend. Euer Bernd“

Gonzo: „Weiter Gehts!!“

Richtig, Gonzo! Und das lassen wir genau so stehen