Frust! Frust über Dummheit und den Mangel an Respekt!

Mir fällt es außerordentlich schwer, ein paar vernünftige, grammatikalisch korrekte Zeilen aufs Papier zu bringen, denn ganz ehrlich? Ich war lange nicht mehr so enttäuscht und traurig. Das was sich nach dem letzten Spiel in Fankreisen auftut ist gelinge gesagt abartig. Wir haben nur einen Punkt mitgenommen und kein Tor geschossen. Das ist frustrierend und diesen Frust lasse ich gerne jedem. Ich bin es auch – denn ich hatte mir einen klaren Sieg gewünscht. Naja, das Leben ist nun mal kein Ponyhof und Fußball ist noch immer ein Sport.

Das was sich zur Zeit im Internet abspielt – grade auf Facebook, das hat mit Fußball, dem Fan sein und auch mit Frust nichts mehr zu tun. Da werden Spieler nicht nur in Gruppen beleidigt, nein, das Ganze hat sich jetzt auf die Seiten der Spieler verirrt. Dort werden sie ganz offen beschimpft und angegriffen und zwar in erhöhtem Maße.

Ich weiß und bin mir sicher, dass die Mehrheit der Leute, die hier mitlesen darüber genau so entsetzt sind, wie Klaus und ich – deswegen seid ihr mit den nächsten Zeilen auch nicht angesprochen, aber es muss raus, sonst platze ich!

Ganz ehrlich? Ist euch nicht bewusst, dass am anderen Ende des PCs Menschen sitzen? Ist euch nicht klar, wie verletzend Worte sein können? Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr so angegriffen würdet? Und ihr nennt euch Fans? Das Konzept solltet ihr überdenken! Mobbing ist immer ein no go und eure Beschimpfungen und Anfeindungen fallen genau darunter! Denkt ihr, dass ein Spieler – dem es dank solcher Anfeindungen wahrscheinlich noch schlechter geht als vorher – beim nächsten Spiel besser ist? Ganz sicher nicht. Das ist bloß zusätzliche Belastung.

Jeder der sich über die Verfassung unserer Jungs beschwert, sollte vielleicht seinen Job als Fan ernster nehmen. Es ist und bleibt die Aufgabe unserer Trainer den Spielern für nicht erbrachte Leistung den Arsch aufzureißen – nicht unserer! Ich sage es gerne ein weiteres Mal: Das sind alles Menschen! Behandelt sie mit dem gleichen Respekt, mit dem ihr behandelt werden wollt!

So, genug geschimpft! Für mich geht die ganze Konzentration auf Samstag und unser nächstes wichtiges Spiel.“ Wie sieht es bei dir aus Klaus? Magst du auch noch etwas dazu sagen?“

„Aber sicher Cathy!“ Eins vorweg: Fans dürfen und sollen kritisieren. Fans haben das Recht, sich über schwache Leistungen und verpasste Chancen aufzuregen! Weil Fans trotzdem hinter ihrer Mannschaft stehen und auch nach noch so miesen Darbietungen den nächsten Spieltag nutzen, um wieder alles für das Team zu geben. Einige sind in ihrer Kritik laut und deutlich, andere eher zurückhaltend. Was uns vereint, ist der Blick nach vorne und die Unterstützung für das Team – ob im Stadion, oder auch hier im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich habe ja schon am Sonntagabend die eine oder andere Diskussion zu dem Thema geführt – da, wo sich diskutieren gelohnt hat.

Über die Vollpfosten, die du angesprochen hast, will ich mich gar nicht mehr aufregen, da ich sie sowieso nicht zu den sogenannten Fankreisen zähle. Hier wird Facebook zum Medium für Schreihälse, denen sonst niemand zuhört. Ich habe immer das Gefühl, diese   „Gefällt mir-Klick-Sammler“ fühlen sich persönlich beleidigt, wenn ihre Mannschaft verliert und kommen nicht damit klar, auch mal zu den Verlierern zu gehören: „Hey Erfolgsfans, kein Problem. Sucht euch einfach einen anderen Verein – wir freuen uns!“

Ich spreche hier natürlich nicht über euch – das ist klar! Ich weiß, dass viele von euch am Sonntag auch sehr enttäuscht und gefrustet waren – das habt ihr geäußert und das war so auch ok! Aber: Wer unsere Spieler (und auch die Menschen aus dem Club, die nicht unmittelbar auf oder neben dem Platz stehen).beleidigt, beschimpft und ihnen Verletzungen wünscht – der fällt bei mir definitiv nicht in die Kategorie Fan. Egal, ob er noch nie ein Spiel live gesehen hat, oder ob er sich mit seinen Vereinsfarben um den Fußballglobus gedreht hat.

Und noch was: Wir sind Tabellendritter der Fußball-Bundesliga und liegen einen Punkt hinter dem Meister aus Dortmund. Da jammern einige mal wieder auf ganz hohem Niveau!

Und jetzt konzentrieren wir uns auf den Samstag und das Spiel gegen Stuttgart. Mit einer Werkself, die alles geben wird und ihren Fans, die sie 90 Minuten lang bedingungslos unterstützen werden – da bin ich mir sicher!

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